Vorschau Herren I

Herren des TTC 46 Weinheim wollen wieder einen Platz im Vorderfeld

Noch viele Fragezeichen

Für die neue Saison war und ist es nach wie vor schwer zu planen, da in Zeiten von Corona noch einige Fragezeichen hinter dem Rundenstart stehen. So ist zum Beispiel der Spielplan noch nicht endgültig, und auch ob die Spvgg Effeltrich doch noch die Spielberechtigung erhält, ist seitens des DTTB noch nicht entschieden.

Allerdings hat der TTC 46 seine Hausaufgaben schon sehr früh gemacht und die neue Mannschaft, nach dem Weggang des kompletten vorderen Paarkreuzes, zusammengestellt.
Filip Cipin wechselte in die Heimat nach Kroatien und Laurens  Devos in die 2. Liga nach Bad Hamm.  Neu im Team ist der Routinier Ivan Juzbasic, der vom Zweitligisten Fortuna Passau an die Bergstraße kommt und die neue Nummer 1 des Teams bilden wird. An Position 4 wird der zweite Neuzugang des TTC 46 aufschlagen, Oliver Both wechselt vom 1.FSV Mainz 05 aus der Regionalliga in die 3. Liga und will hier mit seinen erst 17 Jahren den nächsten Schritt in höhere Sphären wagen.

Komplettiert wird die Mannschaft von Tom Eise auf Position 2, der hier nach guten Leistungen der letzten beiden Jahre nun seinem Anspruch gerecht werden will und sich mit der starken Konkurrenz des vorderen Paarkreuzes der 3. Liga messen möchte. Nach wie vor im Team und nicht mehr aus Weinheim wegzudenken ist an Position 3 Björn Baum, der nach vielen Jahren beim TTC 46 nunmehr nach dem Zugang von Juzbasic nicht mehr der älteste Spieler des Teams ist. An Position 5 ist nach wie vor Dragan Subotic spielberechtigt, ob er aber zum Einsatz kommen wird, darf bezweifelt werden.

Mit dem neuen Team hoffen der Macher des TTC Christian Säger und der Trainer Rainer Schmidt, dass die Mischung aus Jung und Alt gut zusammen harmonieren wird und man in der kommenden Saison wieder eine Rolle im vorderen Mittelfeld einnehmen kann, mitunter sogar mit der Möglichkeit, in die Spitzengruppe vorzustoßen.

Sicherlich kann die Mannschaft die Weggänge von Devos und Cipin nicht zu 100% kompensieren, aber auch Rainer Schmidt sieht die anderen Teams der 3. Liga nicht unbedingt verstärkt, sodass das Saisonziel aus 2019/20, ein Platz zwischen 3-5, auch in der kommenden Saison wiederholt werden könnte.

Wichtig wird sein, dass die Mannschaft verletzungsfrei durch die Saison kommt, da man keinen adäquaten Ersatzspieler zur Verfügung hat, geht man davon aus, das Subotic weiterhin nicht spielen kann.
Auch muss sich Tom Eise steigern und versuchen, mehr Konstanz in sein Spiel zu bekommen, will er im vorderen Paarkreuz bestehen. Björn Baum, in der vergangenen Saison ein Punktegarant und im gefühlten fünften Frühling, wird weiter den Spagat zwischen Familie, Beruf und Tischtennis meistern wollen und müssen, was keine leichte Aufgabe sein wird.
Bleibt der Youngster des Teams Oliver Both. Er hat sicherlich Zukunftspotential, ob er aber dies schon in der kommenden Saison in Punkte wird eintauschen können, wird sich zeigen. Es wird wichtig sein, dass der Trainer Rainer Schmidt ihm den Druck nehmen kann, damit er in der 3. Liga befreit aufspielen wird.

Da die Mannschaften allesamt kleinere Brötchen backen müssen und zudem auch viele neue, sowie unbekannte Spieler ihre Visitenkarte abgeben werden, wird es wahrscheinlich keine Übermannschaft, wie im letzten Jahr NSU Neckarsulm, geben. Gespannt sein darf man auf den runderneuerten Nachbarn und Absteiger aus der 2. Liga TV Leiselheim, der eventuell den direkten Wiederaufstieg anpeilen will. Aber auch der Aufsteiger Sportbund Stuttgart, ein alter Bekannter der Weinheimer, hat eine schlagkräftige Truppe zusammengeholt, die nur schwer zu knacken sein wird. Will man aber einen Favoriten herausgreifen, muss man schon die Mannschaft aus Hohenstein-Ernstthal nennen, die sich mit Michael Benes vom Ligakonkurrenten Wohlbach enorm verstärkt hat. Hier wird wohl die Meisterschaft nur über die Mannschaft aus der berühmt-berüchtigten „Grünen Hölle“, aus der Geburtsstadt Karl Mays, gehen.

Aber bei allen Teams könnte Corona eine wichtige Rolle spielen, falls die Beschränkungen für Reise und Spielbetrieb sich wieder verschärfen.

Der TTC 46 hofft mit seiner Truppe eine gute Rolle in der kommenden Saison zu spielen und setzt natürlich wieder auf die Unterstützung der Zuschauer in Weinheim, sofern es die Umstände eben zulassen. Hier heißt es eben abwarten und unter Umständen jede Woche wieder neu zu denken!