TTC 46 Damen freuen sich auf die Bundesligasaison in der zweiten Liga

Ein Mittelfeldplatz ist das Ziel

Es wird offensichtlich immer schwieriger, einen starken Kader in der Damen-Tischtennis-Bundesliga zu unterhalten. So sind für die 1. Bundesliga nur noch sieben Teams gemeldet, und nur ein Aufsteiger aus der 2. Bundesliga hat den Sprung ins Oberhaus gewagt: Der letztjährige Zweitplatzierte TTK Anröchte hofft, mit zwei hochklassigen Verpflichtungen nicht gleich wieder abzurutschen. So sammeln sich in der 2. Bundesliga Mannschaften, die eigentlich oben hätten mitmischen können. Und in diese 2. Liga ist nun auch der TTC 46 Weinheim aufgestiegen, der nach sechs Meisterschaften in Folge die große Herausforderung annehmen will.

Favoriten in der 2. Bundesliga

Mit einer erneuten Meisterschaft wird es diesmal wohl nichts werden, zu stark ist hier die Konkurrenz. Der amtierende Meister TSV Schwabhausen hat sich an Position drei mit der Weißrussin Alina Nikitschanka noch verstärkt, stapelt aber bei den Zielen dennoch tief. Trotzdem wird das Team aus der Nähe von Dachau von den Verantwortlichen der anderen Vereine auf die Spitzenposition gewettet. Schwabhausens Manager Helmut Pfeil gibt die Favoritenrolle indes an den TuS Uentrop weiter. Tatsächlich liegen die Ranglistenpunkte der vier TuS-Spielerinnen extrem dicht beisammen, was vor allem im hinteren Paarkreuz zu einer Überlegenheit führen sollte. Als Dritten ordnet die Konkurrenz den Vorjahrsvierten ESV Weil ein.

Zwischen Gut und Böse wird der TSV Langstadt gesehen, während immerhin ein Teammanager den Aufsteiger TTC 46 Weinheim als einen der beiden Absteiger ausgemacht hat. Noch weniger Kredit haben allerdings der MTV Tostedt, der letztjährige Erstliga-Absteiger Leutzscher Füchse Leipzig, der zweite Aufsteiger aus der 3. Liga, TTK Großburgwedel, sowie der ATSV Saarbrücken und die DJK Offenburg.

Wenn alles nach der Papierform ginge, könnte der TTC 46 Weinheim tatsächlich einige dieser Teams hinter sich lassen und einen Mittelfeldplatz belegen, womit Teammanager und Vorsitzender Christian Säger hochzufrieden wäre. Voraussetzung dafür wäre natürlich, dass alle Spielerinnen gesund bleiben und tatsächlich an den Spieltagen zur Verfügung stehen können.

Die Jugend auf dem Vormarsch

Die Jugend drängt generell nach vorn: Die beiden bei den Jugend-Europameisterschaften erfolgreichen Schülerinnen im Doppel, die letztjährige Weinheimerin Anastasia Bondareva und Sophia Klee, wagen sogar den Sprung in die 1. Bundesliga zum TV Busenbach beziehungsweise TuS Bad Driburg.

Die beiden Bronzemedaillengewinnerinnen bei den Jugendlichen, Luisa Säger und Jennie Wolf, werden wiederum in der neuen Runde für den TTC 46 Weinheim im Einsatz sein. Ihre Nationalmannschaftskollegin Lotta Rose schlägt für den MTV Tostedt auf.

Mit Luisa Säger und Jennie Wolf sind die beiden besten Jugendlichen Deutschlands in der kommenden Saison in Weinheim – und sie müssen sich nun im Erwachsenenbereich bewähren. Luisa Säger kehrte nach drei Jahren bei den höherklassigen Teams NSU Neckarsulm und DJK Offenburg zu ihrem Heimatverein zurück und hat ihre langjährige Trainingspartnerin und Freundin Jennie Wolf mit an die Bergstraße geholt, wo sie sich gleich im vorderen Paarkreuz an deutlich höher geführten Konkurrentinnen versuchen müssen.

Zurück beim Heimatverein

„Die 2. Bundesliga ist sehr stark geworden, hier vorne zu spielen, ist wahrscheinlich schwieriger als in der 1. Bundesliga hinten“, sagt Luisa Säger. „Aber natürlich ist das eine schöne Herausforderung – gerade in meinem Heimatverein, wo ich alle kenne und mich nicht erst eingewöhnen muss. Unser Hauptziel in dieser Saison ist das gesicherte Mittelfeld. Ich denke, dass wir das schaffen können, zumal wir als Mannschaft auch viel Spaß miteinander haben. Und ich persönlich hoffe auf eine positive Bilanz und attraktive Heimspiele gemeinsam mit den Männern.“

Zuversichtlich geht auch Jennie Wolf in ihre erste Saison mit dem TTC 46: „Ich freue mich auf den Einsatz hier in Weinheim und hoffe im vorderen Paarkreuz auf eine positive Bilanz. Wir haben uns eine Platzierung im Mittelfeld vorgenommen. Das sollten wir schaffen.“

Der dritte Weinheimer Neuzugang ist die indische Spitzenspielerin Mallika Bhandarkar, die vom Drittligisten Torpedo Göttingen nach Weinheim gewechselt ist.

Einzig verbliebene TTC-Spielerin aus der zurückliegenden Runde ist Aneta Olendzka, die schon seit drei Jahren für die Weinheimer Mannschaft erfolgreich ist und nun im hinteren Paarkreuz auch für einige Zähler sorgen sollte.

Mit den gemeinsamen Heimspieltagen mit der Drittliga-Herren-Mannschaft wird der TTC 46 Weinheim den Zuschauerschnitt der Damenliga hoffentlich etwas anheben können. Bisheriger Krösus war der TSV Langstadt mit 126 Zuschauern im Durchschnitt. Das sollte für den TTC 46 doch zu packen sein.

Los geht es für beide TTC-Teams mit Auswärtsaufgaben am 30. September und 1. Oktober. Die Damen können gleich beim Mitaufsteiger TTK Großburgwedel ein Zeichen setzen und tags darauf beim MTV Tostedt Flagge zeigen. Die Herren gastieren zunächst beim TTC Wohlbach und am Sonntag danach bei DJK SpVgg Effeltrich. Der erste Heimspieltag ist der 15. Oktober mit der Begegnung der Damen gegen die Leutzscher Füchse und der Herren gegen SV Schott Jena. hol/AT