24.April 2016
 
 

Damen des TTC 46 Weinheim machen Aufstieg in die 3. Bundesliga perfekt

5mal den Durchmarsch geschafft

Als der TTC 46 Weinheim für die Saison 2011/12 erstmalig nach vielen Jahren wieder ein Damenteam ins Rennen schickte, konnte niemand mit diesem fulminanten Aufstieg rechnen. Eingestiegen in der Verbandsklasse ist man nun über Verbandsliga, Badenliga, Oberliga und Regionalliga in der 3.Bundesliga angekommen.

2011 waren die jungen Talente Luisa Säger, Muriel Broschard und Nicola Hörndl in der Situation, auch im wöchentlichen Wettkampf wirklich gefordert werden zu müssen. Deshalb stellte Vorstand Christian Säger den beiden zwei erfahrene Spielerinnen zur Seite, die schon höherklassig gespielt hatten und als Leitfigur dienen konnten: Anke Haas und Klaudia Tobiasz komplettierten den ersten Kader, der dann von der Leistungsstärke unverständlicherweise in der Verbandsklasse eingestuft wurde. Prompt wurde diese Klasse ohne Verlustpunkt durchlaufen, und der erste Aufstieg war perfekt.

Dieses Team blieb in dieser Zusammensetzung auch in der folgenden Periode in der Verbandsliga erfolgreich und im Jahr darauf durch den Zugang von Christina Olbert und Anastasia Bondareva sogar in der Badenliga mit 36:0 ohne Probleme und mit dem nächsten Meistertitel.
Für die Saison 2014/15 wechselte Luisa Säger in die 2.Bundesliga nach Neckarsulm, da für sie selbst das vordere Paarkreuz in der Oberliga keine Herausforderung mehr gewesen wäre, und so musste das Team stark umgebaut werden. Mit Tatiana Bakaiova und Aneta Olendzka holte Christian Säger zwei Spitzenspielerinnen vom TB Wilferdingen, die mit Christina Olbert und Klaudia Tobiasz ein unschlagbares Quartett bildeten. Anke Haas rückte in die zweite Damenmannschaft, die als Meister der Bezirksliga gerade den Aufstieg in die Verbandsklasse geschafft hatte und dort ihren Siegeszug antreten sollte.
Wieder stand am Ende der Runde ein 36:0 in der Oberliga Südwest für die Erste zu Buche, und damit war der vierte Aufstieg nacheinander geschafft.

Für die Regionalliga rüstete der TTC 46 dann noch einmal ein wenig auf und baute das Team noch einmal stark um: einzig Aneta Olendzka war verblieben, und mit Julia Weimer, Saskia Becker, Annika Fischer und Nicola Hörndl hatte Christian Säger vier Neuzugänge präsentiert.
Aneta Olendzka hatte die Oberliga-Saison mit 36:1 Siegen abgeschlossen und besetzte Position 1.
Julia Weimer hatte mit den TTF Frankenthal schon Erfahrungen in der dritten Bundesliga Süd gesammelt.
Aus der Regionalliga-Mannschaft des TTC Bietigheim/Bissingen stieß Saskia Becker zum TTC 46.
Ebenfalls schon in der 3.Bundesliga im Einsatz war Annika Fischer vom thüringischen TTC Schwarza.
Ergänzt wird das Team von Rückkehrerin Nicola Hörndl, die nach einem Jahr und auch 7 Einsätzen im erfolgreichen Regionalliga-Team vom TB Wilferdingen wieder zum TTC 46 gefunden hat.
Als Zielvorstellung wurde ein Platz im vorderen Feld der Tabelle ausgegeben.

Von Anfang an setzte sich das Team in der Spitzengruppe fest und fertigte die meisten Gegner mit 8:0 ( 10mal ) und 8:1 (4mal) deutlich ab. Nur im letzten Spiel der Vorrunde beim TTC Bietigheim-Bissingen und in der ersten Begegnung der Rückrunde beim TV Betzingen setzte es zwei überraschende 6:8-Niederlagen, die die letztlich überragende Spielbilanz von 156:34 wertlos erscheinen ließen, hatte doch Bietigheim-Bissingen dadurch 3 Punkte Vorsprung, die ohne Schützenhilfe nicht aufzuholen wären. Aber Betzingen tat dem TTC 46 den Gefallen, besiegte den Tabellenführer und gab dem TTC damit die Steilvorlage für die eigene Revanche gegen Bietigheim-Bissingen, die dann mit 8:0 furios gelang.

Die verbleibenden Partien gegen TTC Mülheim-Urmitz/Bhf und bei ASG Altenkirchen sollten dann nur noch Formsache sein.
Und tatsächlich siegte das Quartett Olendzka, Weimer, Becker und Fischer gegen Mülheim mit 8:4 und im Westerwald mit 8:1 mit Nicola Hörndl anstelle von Julia Weimer und beseitigte so die letzten theoretischen Zweifel.
Gegen TTC Mülheim-Urmitz blieb Aneta Olendzka – mit Saskia Becker - im Doppel und in 3 Einzeln unbesiegt, alle anderen mussten jeweils einmal in den Einzeln und im Doppel den Gegnerinnen gratulieren, der Gesamtsieg kam aber vor der erstaunlichen und erfreulichen Kulisse von 35 Zuschauern nicht in Gefahr.
In Altenkirchen musste nur Nicola Hörndl ihr Einzel nach 2:1-Satzführung noch abgeben.
Aneta Olendzka führt mit 41:4 auch die Spielerrangliste an, auf Platz 3 folgt Julia Weimer mit 25:4.
Saskia Becker und Annika Fischer rangieren mit 24:7 bzw. 25:4 auf Platz 11 und 12.
Nicola Hörndl kann da mit 6:10 noch nicht ganz mithalten.

Da das Team bis auf Nicola auch für die kommende Spielzeit zusammen bleibt, kann man sich auch in der höheren Spielklasse auf spannende Partien freuen.
Der TTC 46 Weinheim hat nun in dieser Runde mit 4 Meistertiteln ein überaus erfreuliches Ergebnis erzielt und wird nun in der kommenden Saison sowohl bei den Herren als auch bei den Damen in der dritten Bundesliga und mit den zweiten Teams jeweils in der Badenliga aktiv sein.
Durch die Einbindung der nachrückenden jungen Spieler und Spielerinnen bieten sich für die Talente der Region beste Bedingungen für eine weitere Entwicklung auf hohem Niveau.