26.April 2015
 
 

Verbandsranglistenturnier Schüler/Jugend 2015
25./26.04. beim TTC 46 Weinheim

Ein (fast) perfektes Wochenende liegt hinter der Jugendabteilung des TTC 46 Weinheim, die zum ersten Mal das Verbandsranglistenturnier des badischen Tischtennisverbands ausrichten durfte und dabei viel Lob einheimste. Dabei kämpften in der Sporthalle des Werner-Heisenberg-Gymnasiums an beiden Tagen insgesamt 173 Nachwuchstalente in den Altersklassen U11, U12, U13, U14, U15 und U18 um die wenigen begehrten Plätze für die BaWü-Jahrgangsranglisten; unter ihnen auch vier Spieler/innen des TTC 46.

Jeweils nur drei sichere plus einen Härteplatz hatte die Turnierleitung um BaTTV-Vizepräsident Jugend Jürgen Häcker und Regionsjugendwart Sven Denzinger pro Altersklasse zu vergeben. Verständlich, dass es dabei viele enttäuschte und einige wenige umso glücklichere Gesichter gab.

Als erste TTC-Spielerin durfte am Sonntagmorgen Sissi Pan (9) jubeln, die nach ihrem Sieg bei der Regionsrangliste nun auch die Konkurrenz auf Verbandsebene in der jüngsten Klasse, der U11, hinter sich lassen konnte. Ohne Satzverlust gewann sie ihre fünfköpfige Vorrundengruppe und ließ im Kampf um die Plätze 1-4 gegen Anna Tugay und Lucia Behringer ebenfalls nur ein paar enge Sätze zu, aber nichts anbrennen. Mit der Goldmedaille versehen geht es für Sissi nun Mitte Juni nach Ilsfeld.

Nicht ganz so glatt wie erhofft lief es für die zweite TTClerin Wiebke Haas (14) bei den U18. Nach einer erwarteten Niederlage gegen die gesetzte Kiara Maurer und Siegen über Laura Varma, Wiebke Müller, Ann-Kathrin Zahn und Jule Schirmer musste sie in der Gruppenphase jedoch auch Lisa Prautzsch und Miriam Walldorf nach engen Sätzen und Spielen gratulieren. Als Gruppenfünfte ging sie in das Platzierungsspiel um Platz 9, welches sie zum versöhnlichen Abschluss des Tages gegen Lea Nöller mit 3:2 gewinnen konnte.

An Spannung kaum zu überbieten verlief die U18-Konkurrenz der Jungen, in der von den Hausherren Lars Frey (16) und Daniel Berbner (15) starteten. Hier kamen die ersten beiden Spieler der vier Vorrundengruppen in zwei Zwischenrundengruppen um die Plätze 1-8, wobei jedoch ebenfalls nur die Plätze 1-3 sicher und Platz 4 wahrscheinlich zur „BaWü“ durften. Während Lars, in seiner Vorrundengruppe an Position 2 gesetzt, durchaus den Blick auf die Plätze 1-8 geworfen hatte, ging es für Daniel in seinem ersten U18-Jahr eigentlich nur darum, Erfahrung zu sammeln.

Nach einem Sieg mit leichten Startschwierigkeiten gegen Marcel Effenberger ging es für Lars in seinem zweiten Spiel gegen den vermeintlich schwächeren Kerem Akin nach 1:2-Rückstand bereits um alles; doch er schaffte es, sich konzentriert in seinen Rhythmus hineinzuarbeiten, gewann die Sätze vier und fünf deutlich und war damit im Turnier angekommen. In der Folge musste er nach 3:0-Siegen gegen Simon Rosenow und Jannik Brand nur dem Gruppenkopf Elias Hartmann nach 1:3 gratulieren und konnte sich verdient auf die Zwischenrunde um die Plätze 1-8 einstellen.
Daniel hatte gleichzeitig einen Traumtag erwischt und übertraf alle Erwartungen. In seiner Gruppe nur an Position 4 stehend, gelangen ihm zwei Startsiege gegen Dorian Hein (3:1) und den Gruppenzweiten Manuel Zimmermann (3:0), ehe er wie Lars gegen den vermeintlich schwächeren Erik Tran über fünf Sätze musste und danach endgültig im Turnier angekommen war. Nachdem er auch noch Gruppenkopf Max Vyskubov mit 3:1 besiegt hatte, machte er mit einem 3:0 über den Gruppenletzten Marius Bender seinen Einzug in die Zwischenrunde perfekt und landete in derselben Vierergruppe wie Lars.

Ihr internes Duell konnte Lars nach 2:0-Führung mit 3:2 für sich entscheiden. Während Lars in der Folge dem bis dato unbekannten Mike Durst 2:3 unterlag und gegen Frank Jänicke ebenfalls nach der vollen Distanz und großem Kampf das bessere Ende für sich hatte, machte Daniel für beide alles klar. Ebenfalls mit 3:2 besiegte er Jänicke und sorgte mit einem noch überraschenderen 3:1 gegen Durst dafür, dass er und Lars aufgrund des hauchdünn besseren Satzverhältnisses in die Platzierungsspiele um Platz 1 bzw. 3 und damit zur „BaWü“ einzogen.

Trotz jeweils bereits acht Partien, die ihnen in den Knochen steckten, kämpften sich Daniel und Lars ein letztes Mal über die volle Distanz, mussten aber Elias Hartmann bzw. Paul Reinhard schlussendlich gratulieren. Als Ranglistenzweiter und –vierter haben es somit höchstwahrscheinlich beide zur BaWü Top24 der U18 Anfang Juli geschafft. Ein (fast) perfektes Wochenende.


Sebastian Kuhn