27.1.2014
 
 

Doppelspieltag in Saarbrücken und Ottenau

Mühsamer als erwartet

Mit einem in etwa erwarteten Ergebnis und Verlauf des ersten Teils des Doppelspieltages endete die Begegnung des TTC 46 bei der Reserve des 1:FC Saarbrücken in der zweiten Tischtennisbundesliga.
Der TTC behielt erwartungsgemäß beim Tabellen-Vorletzten die Oberhand mit einem 6:2, und wie schon in der Hinrunde stellte der junge Belgier Cedric Nuytinck für die beiden Weinheimer Spitzenspieler zu hohe Hürden auf.
In den Eingangsdoppeln hatten es Weinheims Devos/Schlichter mit der Paarung Nuytinck und dem selten eingesetzten Serben Slobodan Grujic zu tun und hatten beim 11:7, 11:8 und 11:7 erstaunlich wenig Probleme. Dagegen mussten sich Jost/Baum über 5 Sätze quälen, hatten nach 8:11, 11:5, 11:3 und 10:12 im Entscheidungssatz dann aber mit 11:2 keinen Widerstand mehr.
In der ersten Spitzenpaarung konnte Jörg Schlichter noch weniger Paroli bieten als in der Hinrunde, er unterlag Nuytinck glatt mit 8:11, 7:11 und 10:12.
Robin Devos musste in seinem ersten Einzel nach Satzgewinnen gegen Grujic zweimal den Ausgleich zulassen, machte aber im Schlusssatz mit 11:1 kurzen Prozess.
Dass das hintere Paarkreuz der Weinheimer mit Frederick Jost und Björn Baum gegen Pascal Naumann bzw. den Slowaken Jake Golavsek favorisiert war, bestätigten die beiden durch 4-Satz-Siege.

Jörg Schlichter konnte in beiden Begegnungen
einen wichtigen Einzelsieg verbuchen.


Nach der Pause kam es zum Aufeinandertreffen der beiden jungen Belgier, und wieder behielt Nuytinck klar das bessere Ende für sich. Das 11:7, 11:8 und 11:4 fiel recht deutlich aus.
Jörg Schlichter gelang der Schlusspunkt gegen Grujic, als er jeweils einen Satzgewinn vorlegen konnte, dann aber ausgleichen lassen musste. Auch im Entscheidungssatz lag er anfangs klar voraus, musste das 5:5 zulassen. Grujic hatte sogar Matchball, aber ein 12:10 für Schlichter brachte das 6:2 und die beiden ersten Zähler des Wochenendes.

Ganz und gar nicht wie erwartet verlief dann allerdings die zweite Partie des Wochenendes. Der TTC 46 musste zum Tabellenletzten Spvgg Ottenau in die Nähe von Baden-Baden und hatte nach dem klaren 6:1 der Hinrunde sicher nicht dieses knappe Endresultat auf der Rechnung: ein extrem enges 6:4 brachte dann doch noch den vierten einkalkulierten Zähler des Doppelspieltages.
Die Ausgeglichenheit und Stärke in den Doppeln brachte zunächst die erwartete 2:0-Führung.
Devos/Schlichter legten gegen Robles/Mai mit 3 zwar engen Sätzen (11:0,11:9,12:10) vor, und Jost/Baum standen dem mit 4 Durchgängen gegen Geraldo/Mechler nicht viel nach.
Dass es nach den beiden Spitzeneinzeln jedoch 2:2 stand, hatte man sich nicht so vorgestellt.
Gegen den Spanier Alvaro Robles hatte Jörg Schlichter in der Vorrunde den einen Zähler abgeben müssen, diesmal wähnte man ihn nach einer 2:0-Satzführung auf einem besseren Weg, die beiden nächsten gingen aber glatt an den Gegner, und ein 10:12 im Schlusssatz besiegelte die erneute Niederlage.
Robin Devos hatte damals den Portugiesen Joao Geraldo noch mit 3:2 niederhalten können, diesmal jedoch unterlag er nach zwei knapp verlorenen Sätzen und einem lockeren 11:3 im vierten sang- und klanglos mit 1:11.
Die Punkte aus dem hinteren Paarkreuz hatte man auf Weinheimer Seite fest einkalkuliert, aber nur Frederick Jost konnte das mit seinem Erfolg gegen Ersatzmann Lukas Mai bestätigen. Björn Baum hingegen musste sich schließlich nach 5 Sätzen Manuel Mechler beugen und das 3:3 zur Pause zulassen.
Gegen Joao Geraldo kam dann Jörg Schlichter deutlich besser zurecht und war beim 11:7, 11:9 und 11:6 nicht gefährdet und legte so den Grundstein für den Gesamterfolg. Robin Devos gewann den ersten und den vierten Satz, lag aber im Entscheidungssetz schnell weit hinten und konnte nicht mehr alles aufholen und hatte mit 6:11 das Nachsehen.
Entscheidend nun wieder das hintere Paarkreuz und vor allem die Partie Jost-Mechler, vertraute man doch auf einen klaren Erfolg von Björn Baum gegen den Nachrücker. Ganz so klar wurde es dann aber doch nicht. Björn Baum musste auch einen Satz abgeben, ebenso wie Frederick Jost nebenan, aber es reichte schließlich zum wertvollen doppelten Punktgewinn.
Vor dem brisanten Baden-Duell am kommenden Sonntag beim ASV Grünwettersbach haben die Weinheimer weiterhin den Vorsprung von 4 Verlustpunkten auf den Gegner, der auf Platz 6 rangiert und damit gerade unterhalb Trennungslinie zur zukünftigen zweiten Bundesliga.
Dort benötigt man aber eine stabilere Leistung, um in dieser Hölle zu bestehen.