18.Juli 2016
 
 

 

Luisa Säger bei Tischtennis Europameisterschaften in Zagreb

Hauchdünn an Bronze im Doppel gescheitert

Die 16 jährige Luisa Säger die für den Tischtennis Zweitligisten DJK Offenburg an den Start geht nahm für den deutschen Tischtennisbund bei den Jugendeuropameisterschaften in Zagreb teil.

Das Eigengewächs vom TTC 46 Weinheim hatte eigentlich nicht mit einem Einsatz gerechnet.
Seit Ende Januar laborierte sie an Schulterproblemen an ihrem rechten Schlagarm.
Endlose Arztbesuche und Behandlungen musste sSie hinter sich bringen.
Anfang Juni hat sie dann wieder mit leichtem Training begonnen, um dieses dann wieder Schritt für Schritt auf 100% zu steigern.

Die Vorbereitungslehrgänge zu den Europameisterschaften konnte sie dann mehr oder weniger schmerzfrei mitmachen, um dann der Nationaltrainerin grünes Licht für eine Teilnahme geben zu können.

Gespielt wurde in den Konkurrenzen Mannschaft, Einzel, Doppel und Mixed.

Im Mannschaftswettbewerb gewann Team Deutschland alle drei Gruppenspiele ohne Probleme gegen Polen, Schweden und England.

Die Auslosung danach bescherte der Mannschaft dann Aserbaidschan.

Für diese gingen vier chinesische Spielerinnen mit Pass für Aserbaidschan an den Start.
Zweifelhaft auch die Altersangaben dieser Spielerinnen.
Leider verlor Deutschland dann auch mit 1:3 und hatte keine Möglichkeiten mehr, unter die ersten Acht zu gelangen.

Mit weiteren 3 deutlichen Siegen belegte man schließlich Rang Neun mit insgesamt sechs Siegen und nur einer Niederlage wahrlich kurios.

Luisa Säger wurde langsam wieder an das Wettkampfniveau herangeführt, um dann für die weiteren Spiele gerüstet zu sein.


 

Im Einzel gewann Luisa die ersten Durchgänge nach der langen Verletzungspause deutlich. Im Feld der besten 32 gegen die Estin Avameri verlor sie dann knapp mit 3:4 Sätzen.
Die Materialspielerin bereitete Luisa am Anfang sehr große Probleme.
Schnell verlor Luisa die ersten drei Sätze, um dann in einer furiosen Aufholjagd auf 3:3 ausgleichen zu können.
Leider reichten dann zum Schluss die Kräfte nicht mehr ganz aus, um auch noch den entscheidenden 7.Satz zu gewinnen.

Im Mixed Wettbewerb schied sie mit ihrem Partner Engemann in der 3.Runde gegen ein eingespieltes Paar aus Tschechien aus.

Höhepunkt dann der Doppelwettbewerb, bei dem sie mit der für Weißrussland startenden Daria Trigolos an die Platten ging.

Ohne Training miteinander spielten sich beide mit tollem Tischtennis ins Viertelfinale.
Dort trafen sie auf die beiden Französinnen Migot und Guisnel.
Migot ist unter den Top 3 der Europarangliste aufgeführt und ging mit ihrer Partnerin klar favorisiert in das Spiel, bei dem der Sieger eine Bronzemedaille schon sicher hatte.

Hochklassige Ballwechsel wurden den zahlreichen Zuschauern geboten.
Beide Seiten schenkten sich nichts, und gerade Luisa Säger spielte hier ihr bestes Tischtennis.
Jeweils 2 Sätze gewannen beide Seiten, so dass der entscheidende 5.Satz über Bronze entscheiden musste.
Nach 8:9 Rückstand zog Luisa zwei Mal mit ihrer Rückhand voll durch um damit mit 10:9 in Führung zu gehen und Matchball zu haben.

Migot aber spielte auch ohne Fehler und egalisierte wieder zum 10:10 Ausgleich.
Die Spannung war am Siedepunkt angelangt.

Leider stand Luisa und Daria das Glück nicht auf ihrer Seite, und so musste man sehr unglücklich den beiden Französinnen zum Sieg gratulieren.

Nach der ersten großen Enttäuschung resümierte Luisa Säger aber treffend, dass sie bis kurz vor der EM überhaupt nicht mit einem Start rechnete und so doch mit der gezeigten Leistung nicht unzufrieden war.