20.Juli 2017
 
 


Die WM-Qualifikation wird verpasst


Das Jugend-Nationalteam in Portugal: von links Jennie Wolf, Franziska Schreiner, Laura Tiefenbrunner, Lotta Rose und Luisa Säger.
Bild: Marco Steinbrenner

 


Jennie Wolf vom TTC 46 Weinheim hatte sich mit der deutschen Mannschaft
bei der Jugend-Europameisterschaft mehr als den neunten Platz erhofft. Bild: Marco Steinbrenner


Guimaraes/Weinheim. Als bei den 60. Jugend-Europameisterschaften im portugiesischen Guimaraes die Team-Siegerehrung bei den Mädchen durchgeführt wurde, saßen Luisa Säger und Jennie Wolf auf der Tribüne und spendeten artig Beifall. Die Neuzugänge des Tischtennis-Zweitligisten TTC 1946 Weinheim hätten mit der Auswahl des Deutschen Tischtennis-Bundes (DTTB) nur zu gerne selbst auf dem Siegerpodest gestanden. Doch aus diesem Vorhaben wurde nichts. Die Schützlinge von Bundestrainerin Dana Weber kamen wie schon im Vorjahr in Zagreb nur auf den neunten Platz.

Damit verpasste das DTTB-Quintett auch die Qualifikation für die Jugend-Weltmeisterschaften in Riva del Garda (26. November bis 3. Dezember). Dazu wäre mindestens der fünfte Platz notwendig gewesen.

„Das Resultat ist bitter“, sagte Luisa Säger und haderte besonders mit den Ergebnissen in der Vorrunde. Nach dem 3:0-Auftaktsieg gegen die Türkei wurden die Partien gegen Serbien und Polen jeweils mit 1:3 verloren. „Wir haben in beiden Partien zu viele Chancen liegen gelassen“, ärgerte sich Trainerin Weber. „Serbien war vor uns gesetzt und wir waren Außenseiter. Aber das Spiel gegen Polen mussten wir gewinnen.“

Über den Umweg der Play-off-Runde und dem 3:0-Erfolg gegen die Niederlande reichte es trotzdem noch zum Erreichen des Achtelfinales. Dort kam jedoch gegen den späteren Titelträger Russland bei der 1:3-Niederlage das Aus. „Ich kann der Mannschaft keinen Vorwurf machen. Sie hat alles gegeben. Russland war einfach stärker“, analysierte die Bundestrainerin. „Danach haben wir noch das bestmögliche Ergebnis herausgeholt“, ergänzte Jennie Wolf und spielte auf die drei Erfolge gegen Weißrussland (3:0), Kroatien (3:2) und die Türkei (3:0) in der Platzierungsrunde an.

Bis Sonntag geht es in Guimaraes in den Individual-Konkurrenzen um Medaillen. Für die Einzel-Konkurrenz hat sich Luisa Säger, die an Position elf gesetzt ist, kein konkretes Ziel vorgenommen. „Ich schaue von Runde zu Runde.“ Apropos Runde: Nach einem Freilos ist Säger erst morgen wieder gefordert. Die Gegnerin steht noch nicht fest.

Schon heute muss Jennie Wolf in die Box. Mit Gaja Mavri aus Slowenien wartet eine lösbare Aufgabe. „Ich bin mit meinen bislang gezeigten Leistungen zufrieden und schaue den nächsten Spielen sehr optimistisch entgegen.“ ms