4.Juli 2015
 
 

 

BaWü-Jahrgangsrangliste (Top 24) der U15/18 am 4. Juli 2015

 

 

Ausgerechnet am bisher heißesten Tag des Jahres stand die diesjährige BaWü-Top-24-Rangliste der U18 an, die in der Weinheimer Weststadt durchgeführt wurde. Mit dabei vom TTC 46 waren Lars Frey und Daniel Berbner, die beide nach der Qualifikation im April ihre Premiere bei den U18 auf BaWü-Ebene feiern durften.

Daniel (15), der zum jüngsten der drei vertretenen Jahrgänge gehörte, erwischte nicht nur ein schweres Los in seiner sechsköpfigen Vorrundengruppe, sondern auch einen schlechten Start. Sein Auftakt gegen den späteren Ranglistensieger Marius Henninger (Gröningen-Satteldorf) ging ebenso 0:3 verloren wie die Folgepartie gegen Len Raake (Beuren a.d. Aach). Dennoch gelang es ihm, sich trotz Unzufriedenheit mit dem eigenen Spiel in die nächsten Partien hineinzukämpfen und mit Kim-Constantin Weinberger (Bietigheim-Bissingen), Abinayan Umapathisivam (Odenheim) und Maurice Löffler (Hohberg) über weite Strecken mitzuhalten; die Spiele endeten jeweils 1:3.

Nicht weniger spannend, dafür mit dem besseren Ende, machte es Lars (16), der in ganzen sechs seiner insgesamt neun Spiele über die volle Distanz ging, um sie schlussendlich allesamt für sich zu entscheiden.

Gleich zum Auftakt lag er schon 0:2 gegen Patrik Schmidt (Singen) zurück, ehe er sich mit 11:2 und 11:4 in den fünften Satz kämpfte und diesen in der Verlängerung mit 13:11 gewann. Dem späteren Gruppensieger Florian Saljani (Gnadental) unterlag er in der Folge 1:3, ehe er sich gegen Björn Schmidt (Heidelberg) im Entscheidungssatz mit 16:14, gegen Hasancan Atasevens (Herrlingen) unangenehmes Noppenspiel mit 3:1 und gegen Thomas Barth (Sindelfingen) mit 11:4, zum dritten Mal im „Fünften“, durchsetzte. Allein die Satzdifferenz schickte Lars, der mit 4:1 Siegen mit Saljani und Patrik Schmidt gleichauf lag, als Gruppendritten in die Zwischenrunde um die Plätze 9-16 und weg von der sicheren Qualifikation für die Top-16-Rangliste Ende Juli.

Während in der aufgeheizten Halle Spieler und Betreuer gleichermaßen Kräfte einbüßten, bewies Lars einmal mehr, dass er ebendiese Temperaturen für sich zu nutzen weiß. In der vierköpfigen Zwischenrunde lag er gegen Daniel Bacher (Sindelfingen) nach 12:10, 6:11 und 4:11 bereits 1:2 hinten, ehe er die nun auftretenden leichten Fehler seines Gegners auszunutzen wusste und die Sätze vier und fünf mit 11:9 und 11:6 gewann. Gegen Len Raake sah es nach 11:13 und 17:19 sogar noch schlechter für den jungen TTCler aus, doch auch gegen den gefährlichen Block- und Schussspieler behielt er mit 11:4, 12:10 und 13:11 doch noch die Oberhand. Nach dem 3:1 gegen Marius Heinemann (Singen), bei dem nur der letzte Satz mit 14:12 wirklich eng verlief, stand Lars am mittlerweile spät gewordenen Samstag wirklich noch im Spiel um Platz neun. Gegen Sven Stolz (Sindelfingen) ging der erste Satz mit 11:13 erneut hauchdünn verloren; die Sätze zwei und drei gehörten mit 11:9 und 11:7 dem jungen Bergsträßer, doch Stolz konnte erneut eine Verlängerung gewinnen und zwang jenen mit 10:12 in dessen mittlerweile sechsten Entscheidungssatz. Ein letztes Mal gelang es Lars, geistig frisch zu bleiben; mit 11:5 beendete er nach elf Stunden seinen Turniertag auf Platz neun.
Ob als Belohnung für diese Ausdauerleistung ein Ticket für die Top 16 winkt, zeigt sich in den nächsten Tagen, wenn das BaWü-Nominierungsreferat über die Verfügungsplätze entscheidet. Bis dahin haben Daniel und Lars wahrscheinlich erst einmal eine Sache im Sinn: Erholung.


Sebastian Kuhn