27.Juli 2015
 
 

 

Timo Müller gewinnt Ranglistenturnier

20. TTBW-Top-16-Ranglistenturnier der Jugend U18
25./26.07.2015 in Wehr (Südbaden)

Gleich drei Nachwuchsspieler gingen für den TTC 46 Weinheim am vergangenen Wochenende bei der höchsten Rangliste auf Baden-Württemberg-Ebene, der „Top 16“, im südbadischen Wehr an die Platten. Neben dem aufgrund seiner Spielstärke vornominierten Badenliga-Neuzugang Timo Müller (16) hatte sich Lars Frey (16) über die Top-24-Rangliste Anfang Juli qualifiziert; der Dritte im Bunde war Luca Hoffmann (14), der als Neuzugang aus der Pfalz von den BaWü-Verantwortlichen mit einem Verfügungsticket bedacht worden war.

Lars Frey, Luca Hoffmann, Timo Müller

Aufgeteilt in zwei Achtergruppen starteten die 16 Teilnehmer am Samstag ins Rennen um den einen einzigen Platz, der zur Teilnahme an der deutschen Top-48-Rangliste befähigen sollte.

Lars, der sich zum ersten Mal bis zur „Top 16“ gespielt hatte, musste trotz guter Leistungen die Erfahrung machen, wie es sich anfühlt, Fünfsatz-Spiele auch einmal zu verlieren. Nach sechs Partien über die „volle Distanz“ bei der „Top 24“, die er allesamt für sich entscheiden konnte, musste er nun dreimal seinen Gegnern gratulieren. Das vereinsinterne Duell mit Timo ging mit 3:1 an den Eppelheimer, ebenso musste Lars Jan Ebentheuer-Barceló, Marius Henninger und Kim-Constantin Weinberger nach klaren Spielen gratulieren; nach zwei „engen Kisten“ gegen Niklas Grimm (8:11 im Fünften) und Florian Saljani (13:15 im Fünften) unterstrich er seine ordentliche Leistung mit einem 3:1-Sieg gegen Sven Stolz und beendete die Gruppe auf Rang sieben. Auch am Sonntag konnte Lars mit der Konkurrenz mithalten, musste aber nicht nur im vereinsinternen Duell Luca, sondern auch Etienne Schultz sowie zum dritten Mal nach engem fünften Satz auch Patrik Schmidt (7:11) gratulieren. Trotz Platz 16 blieben für ihn und seinen Coach Sebastian Kuhn die tolle Erfahrung seiner Top-16-Premiere und schon jetzt der Blick auf die nächste Chance in 2016.

Luca hatte sich zu Beginn das Ziel gesetzt, mindestens ein Spiel zu gewinnen und damit zu beweisen, dass er das Ticket zu Baden-Württembergs Elite nicht umsonst bekommen hatte. Doch schon ab Spiel drei war klar, dass mehr als nur ein Sieg für ihn drin sein sollte. Das schwierige erste Spiel entschied er gegen Paul Reinhard noch hauchdünn (11:9 im Fünften), ehe er sich mehr und mehr in seine Leistung hinein und ein Stück darüber hinaus spielte. So dominierte er in der Folge auch Nico Wenger, Patrik Schmidt und Gruppensieger Yves Hollenbenders, dem er an diesem Tag dessen einzige Niederlage zufügte. Gegen Nick Westendorf, Fabian Mühlhaus und Etienne Schultz reichte es dem Altriper jeweils zu einem Satzgewinn, was ihm dennoch bei gleicher Bilanz aufgrund des minimal schlechteren Satzverhältnisses Rang fünf und damit am Sonntag die Spiele um die Plätze 9 bis 16 einbrachte. Nichtsdestotrotz konnte er auch am Tag darauf seine bestechende Form fortsetzen, nach Niederlagen gegen Stolz und Saljani Siege über Lars und Grimm feiern und sich schlussendlich gemeinsam mit seinem Coach, Regionalliga-Neuzugang Saskia Becker, über eine Endbilanz von 6:5 Siegen und einen tollen elften Platz freuen.

Timo hingegen war als Favorit ins Rennen gestartet und konnte diese oft undankbare Rolle nach einigen Krimis doch behaupten; er gewann die Jungen-U-18-Konkurrenz. Unerwartet kam am Samstag die 1:3-Niederlage gegen den stark aufspielenden Ebentheuer-Barceló, der die Gruppe am Abend auch gewinnen sollte. Timo gelang es mithilfe seines Coaches und Teamkollegen Daniel Dörsam, davon unbeirrt weiterzuspielen und sich in seine Leistung hineinzukämpfen. So gingen die Partien gegen Henninger, Weinberger, Grimm, Saljani, Stolz und gegen Lars deutlich mit 3:0 bzw. 3:1 gewonnen und er beendete den ersten Tag auf Gruppenrang zwei. Zwar sollte zur Niederlage gegen Ebentheuer am Sonntag keine weitere hinzukommen, doch nur Mühlhaus konnte er in vier Sätzen besiegen. Die Partien gegen Reinhard, Westendorf und Hollenbenders gingen allesamt über die volle Distanz und mussten von Timo, dem es gelang, sich in den entscheidenden Momenten selbst noch ein Stück weiter zu pushen, nach Rückstand noch gewonnen werden; gegen Hollenbenders drehte er sogar ein 7:10 in Satz fünf noch zum Sieg und durfte sich am Sonntagnachmittag somit verdient nicht nur über den Pokal, sondern auch das Ticket zur DTTB-Top-48 im Herbst im pfälzischen Waldfischbach freuen.

Sebastian Kuhn