Vorbericht

Herren des TTC 46 Weinheim in Mühlhausen und Jena

Ein Wochenende in Thüringen

„In dieser ausgeglichenen Liga gibt es nur schwere Spiele,“ so schätzt Trainer Rainer Schmidt die Lage in der dritten Tischtennis-Bundesliga ein. Viele Teams hatten vor der Saison ordentlich aufgerüstet, und so hatten sich die Kräfteverhältnisse doch erheblich verändert. Und vor allem die Aufsteiger Hohenstein-Ernstthal und Kornwestheim sind so stark, dass sie gegenwärtig Platz 1 und 2 belegen. Bis Platz 7 liegen die Mannschaften gerade einmal 2 Punkte auseinander, am Ende dieser Gruppe mit jeweils 5:5 Punkten die beiden Gegner am kommenden Samstag, der TTC 46 Weinheim und Post SV Mühlhausen II.

Bei Mühlhausen II ist das vordere Paarkreuz mit den altbekannten Erik Schreyer und Jakub Figel besetzt, die schon mit den Weinheimern die Klingen gekreuzt haben. Erik Schreyer kam in den Einzeln nur selten zum Einsatz und hat mit 2:2 eine ausgeglichene Bilanz, Jakub Figel kam mit 3:7 nicht so gut zurecht.
Aufgerückt war dann einige Male Neuzugang Benno Oehme, der sich gut präsentierte, vorne 3:3 erreichte und im hinteren Paarkreuz ungeschlagen blieb. Ergänzt wurde das Team jeweils durch Alexander Gerhold und Andreas Wenzel, beide nicht überragend im Einsatz.
Für den formstarken Filip Cipin stehen da keine unlösbaren Aufgaben an, und da sich Dragan Subotic mit dem Sieg in Leiselheim hoffentlich Selbstvertrauen geholt hat, sollte im vorderen Paarkreuz auch etwas drin sein. Und die beiden Weinheimer im hinteren Paarkreuz, Björn Baum und Tom Eise, sind auch immer für Punkte gut, wo Björn Baum nach den zwei letzten Niederlagen auf Rehabilitierung drängt.

Ein entscheidender Faktor kann aber auch das lautstark anfeuernde Publikum der Thüringer werden,
so dass insgesamt eine Wiederholung des Vorjahresergebnisses von 5:5 nicht ungewöhnlich wäre.

Tags darauf steht das Duell mit dem SV SCHOTT Jena an, auf Platz 8 nach dem dritten Rang der letzten Saison ein sicher enttäuschendes Zwischenresultat. Wie der TTC 46 hat sich das Team aus Jena gegenüber der vergangenen Runde nicht verändert, mit Frantisek Placek, Pavol Mego, Roman Rezetka und Leonard Süß treffen die Bergsträßer auf alte Bekannte.
Frantisek Placek ist in vergleichbarer Form wie Filip Cipin, ebenfalls mit 8:2 in der Spitzengruppe der Liga, wohingegen Pavol Mego bei seinen Einsätzen noch gar nicht gut zurechtkam. Da sollte im vorderen Paar für Weinheim doch einiges drin sein. Und weder Roman Rezetka noch Leonard Süß haben bisher Bäume ausgerissen, sodass Björn Baum und Tom Eise nicht mehr Respekt als nötig haben müssen.
Auch wenn im direkten Vergleich der beiden Thüringer Teams zuletzt Jena mit 6:3 die Nase vorn hatte, ist ein Erfolg für den TTC 46 hier vielleicht eher zu realisieren.

Rainer Schmidt  erhofft sich jedenfalls aber einen Sieg, um sich dann mit mindestens 3:1 Punkten aus der „Ostreise“ in der Spitzengruppe der 3. Bundesliga vor der langen Pause zu etablieren.

Die nächsten und letzten Spiele der Vorrunde für die Herren sind danach erst am 15.12. in Kornwestheim und am 16.12. im Heimspiel gegen den alten Rivalen ASV Grünwettersbach II.